Der “Piano Man” feiert die Liebe

Gute Nachrichten: Rechtzeitig vor dem Valentinstag, brachten Columbia Records und Legacy Recordings das neue Album She’s Got A Way: Love Songs des Steinway-Künstlers Billy Joel heraus, eine Sammlung von 18 Liebesliedern aus drei Schaffensjahrzehnten des legendären Komponisten, Songschreibers und Bühnenkünstlers. Es ist das erste Album von Billy Joel nach dem „Doppelschlag“ des Jahres 2011, The Piano Man Legacy Edition und The Complete Albums Collection, und es ist die erste Kompilation seiner gefühlvollsten, leidenschaftlichsten und zärtlichsten Songs.

Joel liebt klassische Musik, die er nach einer langen Karriere in Rock und Pop gerade erst wiederentdeckt. Und er scherzt oft, wenn auch ein wenig wehmütig, über andere Lieben, die er gewonnen und verloren hat, nämlich das Trio seiner Exfrauen, die er mitunter als Ex eins, Ex zwei und Ex drei bezeichnet. Dabei kennt er – nach dem stimmungsvollen She’s Got a Way zu urteilen – Liebe und Leidenschaft nur zu gut. Das neue Album vereint einige seiner bewegendsten Liebeslieder. Welthits stehen neben weniger bekannten Songs, zum Beispiel „Just the Way You Are“, „Honesty“, „She’s Always a Woman“, „Travelin’ Prayer“ (die B-Seite der Single „Piano Man“), das unvergessliche Instrumental „Nocturne“ (aus dem Album „Cold Spring Harbor“ von 1971) und Joels Version von „Shameless“ (ein Nummer-eins-Country-Hit von Garth Brooks).

Wie die Steinway Pianos, auf denen er spielt, ist Billy Joel ein New Yorker Original. Geboren in der Bronx und aufgewachsen in einem Vorort von Hicksville, Long Island, begann er schon mit vier Jahren, Klavierunterricht zu nehmen. Damit trat er in die Fußstapfen seines Vaters, eines klassisch ausgebildeten Pianisten. Aber als Teenager wurde ihm klar, dass er mit seiner musikalischen Karriere einen anderen Weg einschlagen wollte.

„Ich habe schon früh gemerkt, dass aus mir kein Konzertpianist wird“, erzählte er letztes Jahr in einem Radiointerview mit Alec Baldwin. „Mit fehlen einfach die Rachmaninow- oder Horowitz-Hände. Meine Hände sind kräftig, aber meine Finger sind kurz.“ Also ließ Joel den klassischen Unterricht hinter sich und fand schon bald einen neuen Wirkungskreis und ein begeistertes Publikum in der U-Musik. Er brach sogar die Highschool ab, um seine Mutter durch Auftritte als Klavierspieler in den örtlichen Bars finanziell zu unterstützen. Es folgte eine außergewöhnliche musikalische Karriere: 33 seiner Songs schafften es in die Top Ten, sechsmal wurde er mit dem Grammy ausgezeichnet und hat bisher über 150 Millionen Tonträger verkauft.

2012 ehrte Steinway & Sons den Piano Man mit einem Porträt in der Steinway Hall in Manhattan. Damit ist Joel der erste nicht klassische Pianist, der in der Gemäldesammlung der Steinway Hall verewigt wurde. Sein Porträt hängt neben denen musikalischer Legenden wie Sergei Rachmaninow, Franz Liszt, Arthur Rubinstein, Ignacy Paderewski und anderen.

„Da drüben hängt Horowitz. Er würde sich wohl im Grab umdrehen, wenn er wüsste, dass ich hier neben ihm hänge“, scherzte er bei der Enthüllung des Gemäldes. Dann wurde er ernst: „Ich fühle mich hochgeehrt, dass mein Porträt hier in der Steinway Hall zu sehen ist, neben den Bildern all dieser großen Künstler.“

Er ist stolz, sagt er, Steinway repräsentieren zu dürfen. „Bei Steinway stellt man die Instrumente noch auf traditionelle Art her. Es gibt keine Massenproduktion, sondern jedes wird individuell in Handarbeit gefertigt. Die Instrumente sind phänomenal und jedes hat einen ganz eigenen Charakter, genau wie handgefertigte Gitarren. Ich mag das.“

Billy Joel ist witzig und redegewandt, immer mit einem Scherz auf den Lippen, aber am besten drückt er sich mit den Händen aus. Ist bei einem Interview ein Flügel in Reichweite, springt er immer wieder auf und eilt zur Tastatur, um einen Gedanken zu verdeutlichen, eine Geschichte zu erzählen. Und während seine Finger über die Tastatur eines Steinway-Flügels gleiten, wie damals bei dem unvergesslichen Interview mit James Lipton in der Talkshow Inside the Actor’s Studio (Titel im deutschen Fernsehen: „Ungeschminkt“), spricht er laut und vernehmlich über die Entwicklung seiner Karriere und seine Anfänge in der klassischen Musik – seine erste Inspiration.

„Ich habe mit klassischer Musik angefangen – lange bevor ich meinen ersten Popsong geschrieben habe“, erzählt er. „Vor der Musik von Lennon und McCartney habe ich Mozart gespielt. Vor meinen eigenen Stücken habe ich Beethoven gespielt. Daher gibt es Elemente klassischer Musik in fast allen meinen Songs.“ Er springt auf und tritt am Steinway hinter ihm den Beweis an. Er spielt Riffs aus „Uptown Girl“ und „For the Longest Time“ – und verleiht den Pop-Hits mit virtuoser Spieltechnik und traditioneller Phrasierung tatsächlich einen unverkennbar klassischen Charakter.

„Und jetzt“, sagt er, „kehre ich zur klassischen Musik zurück. Sie gibt mir etwas, das ich vom Rock ’n’ Roll einfach nicht mehr bekomme. Ich werde Rock ’n’ Roll immer lieben, besonders den Rock ’n’ Roll meiner Jugend, aber ich bin nun einmal aus dem Alter heraus und er wirkt auf mich nicht mehr so wie früher. Beethoven dagegen … Ich liebe diese Musik. Sie ist meine erste große Liebe. Für mich ist sie gar nicht so weit weg vom Pop. Für mich ist es nicht einmal ein Cross-over. Musik ist Musik.“

Wenn es darum geht, womit er seine musikalischen Geschichten am liebsten erzählt, lässt er keine Zweifel aufkommen – mit einem Steinway. „Gitarristen sprechen über ihre Gitarre wie über eine Frau ... Sie schwärmen von dem Holz und der Form“, so Joel. „Mit einem Steinway ist es das Gleiche.“ Das klingt nach wahrer Liebe. Und im Januar hat diese Liebe neue Früchte getragen. Freuen Sie sich auf She’s Got a Way: Love Songs. Und auf weitere Alben. Denn eines ist sicher: Der Piano Man hat noch viel zu sagen.

Über Billy Joel

Mit über 150 Millionen Tonträgern in über 40 Karrierejahren gehört Billy Joel zu den bekanntesten Künstlern und angesehensten Entertainern weltweit. Seit seinem ersten Solo-Plattenvertrag im Jahr 1972 hatte der amerikanische Pianist, Sänger, Songwriter und Komponist 33 Top-10-Hits – jeder davon aus seiner eigenen Feder. 23-mal wurde er für den Grammy nominiert, sechsmal gewann er ihn. 1990 erhielt er den Grammy Legend Award. 1992 wurde er in die Songwriters Hall of Fame aufgenommen, 2001 mit dem Johnny Mercer Award geehrt, der höchsten Auszeichnung, die die Songwriters Hall of Fame zu vergeben hat. Seit 1999 gehört ihm auch ein Platz in der Rock and Roll Hall of Fame.

Außerdem erhielt er den Diamond Award der Recording Industry Association of America. Dieser wird für Alben verliehen, die über zehn Millionen Mal verkauft wurden. Für seine Verdienste als Musiker und Philanthrop zeichneten ihn die MusiCares Foundation und die National Academy of Recording Arts & Sciences im Jahr 2002 als MusiCares Person Of The Year aus. Am 20. September 2004 bekam Billy Joel einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame in Los Angeles – ein weiterer Meilenstein seiner außergewöhnlichen Karriere. „Movin’ Out“, ein Broadway-Musical mit der Musik von Billy Joel (Choreografie und Regie: Twyla Tharp), wurde für zehn Tony Awards nominiert und erhielt zwei, nämlich für die beste Orchestrierung – Billy Joels erster Tony Award – und für die beste Choreografie. www.billyjoel.com

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